Allgemein · Job

Gibt’s mit 30 nur Bore-out oder Burn-out?

In Zeiten des Studiums oder der Ausbildung lief -aus der Retro-Perspektive- alles so dahin. Heute, mit meinen 30 Jahren habe ich das Gefühl, dass ich und alle ähnlich alten Berufstätigen entweder Bore- oder Burn-out haben.

Die eine Freundin klagt über viel zu viel Stress auf der Arbeit. Für ein Azubi-Gehalt wurde ihr eine stellvertretende Filialleitung angedreht. Überstunden  ohne Ende, Mails im Urlaub inklusive. Eine andere Freundin hat schon wieder den Job gewechselt und langweilt sich zu Tode. Die genannten Herausforderungen entpuppten sich als öde Routinearbeiten. Das Internet hat sie jeden Tag ausgelesen, abends ist sie trotzdem, oder eben vor lauter Langeweile Todmüde.

Auch bei mir beobachte ich, dass es seit meinem Berufseinstieg mit Ende 20 nur diese Extreme gab. Völlige Unterforderung oder ich habe Jobs für Drei gemacht. Und egal in welcher der beiden Extreme man gerade festhängt – das Klagen darüber ist groß.

So frage ich mich oft, ob das vielleicht einfach normal ist. Ob es zum Arbeitsleben dazu gehört, das es einfach nie perfekt ist. Immerhin bekommen wir dafür Geld. Und es ist einfach zu viel verlangt, dass das Arbeitspensum genau unseren Vorstellungen passt.

Und wenn man ehrlich ist. Irgendwie klappt es ja doch immer. Die überforderte Freundin hat bis heute nicht ihren Job gekündigt. Irgendwie sei es ja doch ganz ok und die Kollegen so nett. Auch die unterforderte Freundin will nicht schon wieder den Job wechseln. Auch Weiterbildung dann doch irgendwie zu anstrengend. Und auch die Ängste, die mit Unter- und Überforderung einhergehen, sind bisher bei keinem eingetroffen. Also dass z.B. auch der Chef merkt, dass die Arbeit auch bei 50% Arbeitszeit zu schaffen wäre. Oder eben nur bei 150%. Die kleinen Fehler, die bei Überforderung eintreffen, bisher aber doch nicht so schlimm waren. So läuft dann doch irgendwie alles jeden Tag und am Ende bleibt gefühlt nur das Motzen. Bis man dann doch von der Kollegin aus der anderen Abteilung hört, die aufgrund eines der beiden „Outs“ aus psychologischen Gründen ausfällt. Die einen sagen wegen Burn-out, andere munkeln aber aus Bore-out. Man weiß es nicht.

Kennt ihr das auch? Oder ist euer Arbeitspensum perfekt? Ich bin gespannt!

Eure 30leben.

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Allgemein

Die Jeans mit den drei Streifen – oder: die „Po-Generation“ macht mir Sorgen.

Im Herzen fühle ich mich nicht wie 30. Eher so wie 25. Mit 25 ist man noch locker, entspannt, aufgeweckt, viel unterwegs. 30 klingt eher eingefahren und spießig.

Doch immer, wenn’s mich mal wieder ins Getümmel meiner Stadt treibt, bin ich weit davon entfernt, mich mit den heutigen 20+Mädels zu identifizieren. Sie tragen kurze Tops (egal welches Gewicht die Waage zeigt!) und ihr Po….ihr Po ist irgendwie anders geformt als der meiner gleichaltrigen Geschlechtsgenossen. Er ist….proportional zum restlichen Körperbau…..na…so GROOOOß!

Ich frag mich, sind das die heutigen Lebensmittelzusätze? Die ja immer mehr werden – Obacht! Und uns damit auch gleich die „Vertrag-ich-nicht“-Generation bescheren! Oder sind diese Po´s operativ bedingt so groß? Bei den Promis hört man ja des Öfteren davon, dass das Bauchfett einfach in den Po gespritzt wird. Quasi eine Win-Win-Situation per excellence! Oder sind es die High-Waist-Hosen? Bei 30-jährigen ist der Bauch ja so selten ein Highlight und damit zu recht selten entsprechend präsentiert.

Auch wenn die Po-Generation so viel modischer und mutiger ist, so hat man eben auch immer das Gefühl, diese Generation hat vor lauter Youtube, Instagram, Snapchat & Co. keine Zeit mehr das „Kleingedruckte“ zu lesen. Also einfach mal kurz selbst nachzudenken!

Mit 30 erst echt recht nicht – aber auch in den 20igern kann man nicht alles tragen! Nur weil Youtuberin XY mit ihren ach so einfach umsetzbaren Alltagstipps (welcher Alltag?!) und ihren Modeempfehlungen ihr Geld verdient – heißt dass nicht, dass das jede moderne, junge Frau einfach so umsetzen kann, bzw. sollte!

Ich mag Menschen die individuell sind, tragen wonach ihnen der Sinn steht. Egal welches Gewicht man hat, Mode sollte immer Spaß machen! Aber – modisch zu sein sollte nicht nur heißen, einem Trend zu entsprechen.  Mode steht einem, oder eben nicht. Daher:

Liebe Po-Generation, glaubt bitte nicht alles, was im Internet steht. Oder was euch Youtuberin XY erzählt. Jeder Mensch ist anders (zum Glück!) und ja, zerrissene Jeans können cool aussehen. Aber weil sie deiner Freundin stehen, stehen sie nicht auch unbedingt dir! Dafür hast du die Hose ein Stück höher gekrempelt – sieht viel cooler aus als bei allen anderen zusammen!

Eure 30leben!

Allgemein · Job · Liebe · Single

drei-zig Vergleiche: Sind 30jährige eifersüchtiger?

Als ich ca. 8 Jahre alt war, hatte mein Nachbar und Schulfreund Christoph eine Nintendo-Konsole. Damit konnte z.B. in die Rolle eines Rennfahrers schlüpfen. Kämpfe austragen und über Mauern springen. Ich liebte es, meine Freizeit bei ihm zu verbringen. Natürlich verlor ich immer, er hatte einen beachtlichen Übungsvorsprung. Meine Eltern verboten mir „dieses Gerät“. Betteln war sinnlos.

Ich war ultra neidisch. Christoph hatte es gut, mit seinem eigenem Fernseher und seiner eigenen Konsole. Auf der man so coole Spiele spielen konnte. Seine Mutter muss super-cool und reich sein, dachte ich damals. Heute ist Christoph Hartz-4-Empfänger, das nur am Rande.

Was ich sagen will: Eifersucht kenne ich. Auch in späteren Jahren erreichte mich dieses Gefühl ab und an. Mal mehr, mal weniger. Mal mit physischen Folgen (Dispo!), andere Male gabs nur einen bösen Blick oder eine Runde Selbstmitleid. Anderen ging es ähnlich.

Wenn ich mich aber jetzt mit 30 so umschaue, hab ich das Gefühl, Eifersucht ist ein größeres Thema geworden. Ich kenne mindestens zwei Frauen 30+, die sind schon regelrecht verbittert. „Marie hat sich mit ihrem Mann ein Haus gekauft. In bester Lage. Woher haben die die Kohle?!“ höre ich dann schon fast entrüstet. Oder: „Jutta fliegt immer alles zu. In ihrer neuen Firma ist sie jetzt Abteilungsleiterin geworden“. „Laura ist ein Monat Single und hat schon einen neuen Typen. Das ist doch nicht normal, voll die Bitch“.  Auch sonst wird viel getuschelt „schon gehört, die hat das und das“. „Der macht nun das und das“.

Die 3 großen Top-Themen sind dabei „Beruf“, „Liebe/Hochzeit“ und „Wohneigentum“. Themen, die vor sechs Jahren natürlich noch nicht so aufgeladen waren. Damals war man froh, wenn man seine WG-Miete zahlen konnte und mächtig stolz, wenn die Beziehung länger als 3 Monate hielt.

Mich nervt das. Ich hasse Eifersucht. Weil es macht nur unglücklich. Und eben verbittert. Und man muss immer beachten, dass jede Geschichte zwei Seiten hat: vielleicht haben Marie und ihr Mann mehrfach geerbt – was wiederum heißt, sie haben mehrfach Familienangehörige begraben müssen. Und Jutta, sie hat sich vielleicht den Arsch aufgerissen anstatt jeden Tag ab 18 Uhr auf der Couch nur Netflix zu schauen. Und Laura ist vielleicht ein so umgänglicher und gepflegter Mensch, dass sie eben jeder Mann haben will. Oder hat vielleicht einfach nicht so die Ansprüche, weshalb sie keineswegs sonderlich zu beneiden ist.

Heutzutage hat doch jeder sein Päckchen zu tragen. Mit 30 Jahren hat man schon liebe Menschen begraben müssen; großen, echten Liebeskummer gehabt; ist das ein oder andere mal so richtig auf die Schnauze geflogen. Wenn mir das passiert ist, dann kann ich davon ausgehen, dass es anderen auch schon passiert ist. Und das tu ich. Wenn ein Leben auch noch so perfekt aussieht – glaubt mir, auch dieser Mensch hat sein ganz persönliches Päckchen zu tragen.

Warum ich dies behaupten kann? Weil ich mit vielen Menschen und Freundinnen gesprochen haben. Deren Leben am Anfang auch perfekt wirkten. Irgendwann haben sie mir aber auch Einblick in die dunklen Lebensabschnitte ihres Lebens gegeben. Und so kenne ich keine Freundin, deren Leben perfekt ist. Außerdem wurde mir in den letzten 2 Jahren selbst mindestens 3 mal persönlich ins Gesicht gesagt, mein Leben sei ja perfekt. Ich war unglaublich sauer! Warum? Weil diese Menschen genau wissen, dass ich schon viel Scheiße erlebt habe und mich nur dagegen entschieden habe darunter einzubrechen.

Motzen ist das Eine, was man daraus macht das Andere! (Hierzu gibt es übrigens ganz viele tolle Sprüche, fallen mir nur grad leider nicht ein. Falls ihr welche habt, schreibt sie bitte in die Kommentare!)

Ich rate daher allen verbitterten Menschen, mehr hinzuhören. Ich glaube genau das fehlt diesen Mitmenschen. Seid nicht eifersüchtig, sondern lernt von euren Mitmenschen, wenn sie etwas besser können. Wenn sie ein Haus haben, lasst euch zum grillen einladen und genießt den großen Garten mit ihnen. Wenn jemand schnell Männer kennenlernt, fragt sie wie. Und erzählt Jutta von der tollen neuen Serie. Sie wird schwarz vor Eifersucht sein, weil sie keine Zeit dafür hat!

Wenn jeder nur ein bisschen eifersüchtig ist, ist das ja ok und wirklich normal. Wie damals: Mein Konsolen-Schulfreund Christoph wollte nämlich immer zu mir, weil wir im Garten eine so große, eigene Schaukel hatten. Wie ungerecht, muss er wohl gedacht haben.

Eure 30leben!

Allgemein

Das perfekte WE mit 30

Die Headline lässt vermuten, dass ich das perfekte Wochenende als 30jährige kenne.

ähm.

Nein.

Aber ich habe mich in letzter Zeit oft gefragt wie das aussieht.

Früher war ja eh alles einfach. Party en masse = perfektes Wochenende.

Um die 30 sind Partys nicht immer gut sondern oft leider einfach anstrengend. Der Kater zieht sich mittlerweile über mehrere Tage und nicht nur bis zum nächsten Bier am Abend. Zudem wird es immer schwieriger gute Party-Gesellen zu finden. Als Single sucht man verzweifelt nach Freunden, die regelmäßig mit einem durch die Nacht ziehen und paarungswillige Mitmenschen aufspüren. Ist man vergeben, so überlegt man sich zehnmal, ob man im Bett nicht besser aufgehoben. Als zwischen genau diesen … leider doch sehr oft…verzweifelten Singles. So durfte ich eines Abends tatsächlich nicht in der gemütlichen Ecke verweilen, sondern musste mit meiner Freundin an die Bar. Warum? Weil sie dort mit höherer Wahrscheinlichkeit angesprochen wird. Ahja, na klar!

Zudem imponiert man den Bürokollegen nicht mehr mit „ich war hart feiern, dann verkatert und Sonntags lag ich nur mit Pizza im Bett“. Erstens ist Pizza mittlerweile uncool (ungesund!) und exzessives feiern eben auch nicht mehr chic. Und mit 30 wollen wir bitte sowas von chic sein! Und ja, wir wissen auch: die Frage nach dem Wochenende kommt!

Also, wie sieht das perfekte Wochenende aus? Welche Freizeit macht 30jährige wirklich glücklich? Wann hören die Kollegen neidisch zu, wenn man erzählt was man die zwei kurzen Tage getrieben hat?

Ich würde sagen – Urlaub geht immer. Frau von Welt, Jetset und so. Da liegt es auch nahe, dass eine Reiseanbieter-Werbung genau das aufgreift: die arbeitende Bevölkerung wird zum Urlaub machen animiert, sodass man bei Kollegen mit seinen Erfahrungen und Eindrucken glänzen kann. So true!

Aber! Wer schon mal 3 Tage auf einen Kurztrip war, der weiß, dass das ultra anstrengend sein kann: Flucht aus Büro, rein in den Flieger, schneller Hotelbezug, Hotspots abklappern, Städtedreck und die 100 anderen Touris beim Fotografieren ausmanövrieren, abends den Place to be auschecken um dort sowieso nur völlig fertig den Pflicht-Cocktail runter zu kriegen. Yay Jetset! Ähm Nein, müde!

Kann man also mal machen aber eben auch nicht jedes Wochenende. Tut man das Gegenteil – nämlich nichts – ist das zumeist gleich unbefriedigend. Man ist dann zwar in der Regel nicht kaputter als vor dem Wochenende, jedoch schleicht sich gegen Sonntagabend schon ein fast schlechtes Gewissen ein. Und fühlt sich wie der langweiligste Mensch auf Erden.

Also liegt wie so oft ein Mittelweg nahe. Sprich eine Kombination aus Party (wuhu!), Urlaub/Kultur (oha!) und Nichtstun (chillig!). Ich habe diesen Freizeit-Mix regelmäßig, wenn unsere beiden besten Freunde fürs Wochenende zu Besuch kommen. Freitags ist Anreise. Vor lauter Wiedersehen-Freude wird kräftig gefeiert. Samstags will der Tag aber -Kater hin oder her- genutzt werden. So findet nicht selten ein Kulturprogramm oder der Besuch einer Freizeitanlage statt. Sonntags wird dann noch gemeinsam auf der Couch rumgelümmelt und viel nichts getan. Ein Traum. Ich freue mich jedes Mal, wenn es wieder soweit ist. Aber, kann man natürlich auch nicht immer haben.

Also gibt es wahrscheinlich gar nicht DAS perfekte Wochenende, den Status Quo. Oder was meint ihr? Wie sieht euer perfektes Wochenende aus? Und sieht das jedes Wochenende gleich aus? Ich freue mich auf eure antworten!

Eure30leben!

 

Allgemein

Erster Blogbeitrag – oder: „30leben ist geboren“ :)

eines Sonntages kurz geschaut wo ich schnell, günstig und einfach einen Blog erstellen kann… und tataaaaa – 30leben ist geboren, mein eigener Blog.

Die Geburt und leben ja eigentlich ein Widerspruch. Die Geburt steht vorne, das Leben folgt. So war das auch bei mir, keine Frage. Aber eben auch oft verquert. Meinen Block 30leben möchte ich nutzen, um über meine 30 Jahre, die ich hier schon auf der Erde verweile, zu schreiben. Und über die 30 selbst. Ein schon fast mystisches Alter, mit vielen Ängsten, Erwartungen, Irrungen und Wirrungen verknüpft. Wie ich diesen großen Tag zelebriert habe und es empfand, erzähle ich später. Nur eins vorab: das Leben mit 30 ist voller Geschichten. Und das ist doch eigentlich erstmal ganz schön 🙂

Eure 30leben