Allgemein

Die Jeans mit den drei Streifen – oder: die „Po-Generation“ macht mir Sorgen.

Im Herzen fühle ich mich nicht wie 30. Eher so wie 25. Mit 25 ist man noch locker, entspannt, aufgeweckt, viel unterwegs. 30 klingt eher eingefahren und spießig.

Doch immer, wenn’s mich mal wieder ins Getümmel meiner Stadt treibt, bin ich weit davon entfernt, mich mit den heutigen 20+Mädels zu identifizieren. Sie tragen kurze Tops (egal welches Gewicht die Waage zeigt!) und ihr Po….ihr Po ist irgendwie anders geformt als der meiner gleichaltrigen Geschlechtsgenossen. Er ist….proportional zum restlichen Körperbau…..na…so GROOOOß!

Ich frag mich, sind das die heutigen Lebensmittelzusätze? Die ja immer mehr werden – Obacht! Und uns damit auch gleich die „Vertrag-ich-nicht“-Generation bescheren! Oder sind diese Po´s operativ bedingt so groß? Bei den Promis hört man ja des Öfteren davon, dass das Bauchfett einfach in den Po gespritzt wird. Quasi eine Win-Win-Situation per excellence! Oder sind es die High-Waist-Hosen? Bei 30-jährigen ist der Bauch ja so selten ein Highlight und damit zu recht selten entsprechend präsentiert.

Auch wenn die Po-Generation so viel modischer und mutiger ist, so hat man eben auch immer das Gefühl, diese Generation hat vor lauter Youtube, Instagram, Snapchat & Co. keine Zeit mehr das „Kleingedruckte“ zu lesen. Also einfach mal kurz selbst nachzudenken!

Mit 30 erst echt recht nicht – aber auch in den 20igern kann man nicht alles tragen! Nur weil Youtuberin XY mit ihren ach so einfach umsetzbaren Alltagstipps (welcher Alltag?!) und ihren Modeempfehlungen ihr Geld verdient – heißt dass nicht, dass das jede moderne, junge Frau einfach so umsetzen kann, bzw. sollte!

Ich mag Menschen die individuell sind, tragen wonach ihnen der Sinn steht. Egal welches Gewicht man hat, Mode sollte immer Spaß machen! Aber – modisch zu sein sollte nicht nur heißen, einem Trend zu entsprechen.  Mode steht einem, oder eben nicht. Daher:

Liebe Po-Generation, glaubt bitte nicht alles, was im Internet steht. Oder was euch Youtuberin XY erzählt. Jeder Mensch ist anders (zum Glück!) und ja, zerrissene Jeans können cool aussehen. Aber weil sie deiner Freundin stehen, stehen sie nicht auch unbedingt dir! Dafür hast du die Hose ein Stück höher gekrempelt – sieht viel cooler aus als bei allen anderen zusammen!

Eure 30leben!

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Allgemein · Liebe · Vergangenheit

Passen 30 Jahre in eine Kiste?

Mein Freund und ich haben einen drei Quadratmeter Keller, der bereits nach Einzug zu platzen drohte. Nach seinem Empfinden lagere ich dort viel zu viele Dinge, die ich doch nieeee mehr brauchen würde.

Ok. Challenge accepted. Eines ruhigen Sonntages machte ich es mir zur Aufgabe, die Kisten, die ich so liebevoll mit „Memories“ beschriftet hatte, auszumisten.

So stand ich vor vier Kisten, deren Inhalt mich an die verschiedensten Erlebnisse meines 30 Jahre langen Lebens erinnerte. Mein Abikleid (hach ja!), der Liebesbrief von Marc in der 6., das Bioheft aus der 10., das dritte Freundschaftsbuch aus der Grundschule. Oder das Geschirr von Oma, die Osterfiguren meiner Tante, meine erste Spielkonsole.

Nein! Davon kann ich doch nichts wegwerfen.

Oder doch?

Das magische an diesen Erinnerungskisten ist doch, dass sie Erinnerungen stärker hervorrufen, als wenn man sich einfach hinsetzen würde und über die Vergangenheit nachdenkt. Ja, mit den gesammelten „Beweisen“ der Vergangenheit kommen Erinnerungen blitzartig zurück.

Aber mein Freund hat auch Recht wenn er sagt, ich kann nicht alles aufbewahren (was ich aber auch nicht mache, dann wären es längst nicht nur 3 Kisten!). Aber ja, ich denke es ist wichtig, dass wir uns auch von Dingen trennen können. Besonders schwer ist das, wenn es sich um Gegenstände von Verstorbenen handelt. Aber ja, auch von diesen kann man nicht den ganzen Hausstand aufbewahren. Das funktioniert einfach nicht und wäre auch nicht gut. Das müssen ja leider oft auch die Protagonisten von „Trödeltrupp“ erfahren. Und wie bei Trödeltrupp sehe ich mich mit mir selbst diskutieren. „Ja aber das war doch…und erinnert mich so sehr…und damals hab ich doch damit…“

Es ist schwer, keine Frage. Aber am Ende des Tages sind es eben doch nur materielle Dinge. Die Erinnerung ist ja trotzdem da und nicht selten helfen auch wenige Dinge bei der erwünschten Blitz-Erinnerung.

Zudem habe ich für mich eine weitere Lösung gefunden: Flohmarkt. Meistens bekommt man für die Sachen, die für einen selbst nicht selten unbezahlbaren Wert haben, nur 1,2€. Aber, es macht es leichter. Das Objekt landet nicht im Müll, sondern lebt irgendwie weiter (Wehe der Käufer behandelt es nicht gut!). Das erwirtschaftete Geld kann man zudem in die Zukunft investieren – z.B. zum Essen gehen, zum Weiterleben braucht der Mensch ja Nahrung. Oha! Nein, ernsthaft – es macht es einfacher, glaubt mir.

Also schaut euch eure Kisten an. Ihr braucht nicht alles, um euch zu erinnern. Behaltet wenig, dass ihr aber gut erreichen könnt, um euch ab und an in die Blitz-Erinnerung zu versetzen. Viel Spaß beim Ausmisten und Erinnern!

Eure 30leben.