Allgemein · Liebe · Single

Liebe Single-Freunde, ich mach für heute Schluss!

Keine Ahnung warum, aber bis auf eine Freundin sind alle meine Freundinnen Singles. In der Vergangenheit habe ich schon oft mitgelitten, wenn die Männer mal wieder vom Erdboden verschluckt wurden oder plötzlich offenbarten, dass sie eigentlich schon eine Freundin haben.

Und natürlich ist es oft auch einfach ein interessantes Gesprächsthema. Welcher Mann bei welcher Freundin nun hoch im Kurs steht. Fotos gucken, Tipps geben, über Verhaltensweisen philosophieren. Manchmal weiß man als Außenstehende aber auch ganz genau, dass die Sache keine Zukunft hat. Und muss sich in Diplomatie üben, es der betroffenen Freundin mitzuteilen.

Ich bin immer für meine Freundinnen und ihre Geschichten da. Keine Frage. Und die meiste Zeit werde ich dabei auch immer ein wenig sauer. Weil ich nicht verstehe, warum meine tollen Freundinnen es nicht schaffen, ihren Deckel zu finden.

Nur letzte Woche. Da hätte ich fast mit all meinen Single-Freundinnen Schluss gemacht. Warum? Weil sie manchmal vergessen, dass eine Beziehung zu haben nicht nur Dauer-Kuscheln und Glücklich-sein im Abo heißt. Beziehung ist manchmal richtig harte Arbeit.

Egal was man für ein glückliches Pärchen nach außen zu geben scheint, es ist nicht immer alles rosarot! Das wird aber leider oft vergessen. Und die Singles suhlen sich in ihrer Einsamkeit, denken mit einem Partner wäre alles besser. Und so wurde ich letzte wieder gezwungen, mich auf der viel zu überfüllten Party MITTEN durch die Menschenmasse zu zwängen (genau dort könnte sich ja MR. RIGHT befinden!). Bei bestem Sommerabendwetter durfte sich nicht an den freien Kirmes-Tisch gestellt werden. Nein, Pseudo-Hüften-bewegen auf der Mini-Tanzfläche war Pflichtprogramm (gesehen werden!). Bei ein wenig Knutschen mit meinem Freund gab es böse Blicke (wir sind doch alle gemeinsam hier!). Was übersehen wurde: Ich suche nicht mehr Mr. Right, muss nicht von Fremden gesehen werden. Und ja, ich habe auch Männergeschichten zu erzählen. Bzw. Manngeschichten, nämlich von meinem Freund. Und wenn ich ihn vor euren Augen abknutsche, dann möchte ich vielleicht auch gesehen werden. Nämlich von ihm. Nur weil ich eine Beziehung habe, ist auch bei mir längst nicht alles perfekt!

Aber so wie ich meinen Freund liebe, so liebe ich auch meine Freundinnen (ok, ein wenig anders aber ich liebe sie). Und will sie unterstützen bei der Männersuche. Jedoch hat das eben Grenzen. Ich weiß kein Patentrezept. Aber werde wohl zukünftig nach Verfassung entscheiden, ob ich wieder mit auf passiven Streifzug gehe.

Wie ist eure Erfahrung? Kennt ihr die Probleme beim Feiern von Singles und Vergebenen? Ich freue mich über eure Berichte!

Eure 30leben

 

 

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Allgemein · Liebe · Single

verlieben 2.0 oder „Suchradar +/-30“.

Nachdem ich also das Potential von „Neu in DEINERSTADT“ ausgeschöpft hatte (mit Sven war Schluss und er lebte diese Community) musste eine neue Strategie her. Sven meinte zu Zeiten unseres Intermezzos – immer dann wenn er nicht das von mir hörte was er wollte – dass er ja bei Lovoo sofort wieder jemand Neues finden würde. Jemand viiiiel besseres. Jaha, natürlich. Nach nicht allzu langer Zeit gönnte ich ihm auch diese rosige Zukunft. Und wollte mal selbst abchecken, was diese vielversprechende Dating-App für mich bereit hält.

Die Installation benutzerfreundlich. Auch ein Foto hochzuladen und „etwas über mich“ zu schreiben – ein Kinderspiel. Bitte alle Männer aus dem Umkreis 10km und +/- 30, danke!

Zack Bumm – likes, Herzen, Männer en masse. Glückbeseelte Zukunft ich komme! Ich sah mich schon mit meinem neuem Freund unser Einjähriges auf Ibiza feiern. Aber laaaangsam, erstmal kennenlernen – sprich texten. Da Alter und Name bereits direkt von mir offen gelegt wurden (Transparenz schaffen, gibt ja so viele schwarze Schaafe dort), ging es ans Eingemachte. „Woher kommst du?“, „Was machst du beruflich“, „Was suchst du hier“. Apuhhhhh. Erste Ernüchternung. Immer diese bla bla Fragen. Kennenlernen hin oder her, ich will doch eine tiefgründige Liebelei. Ok, nicht ungeduldig werden (schwierig!). So nahm ich mir jeden Abend, kurz vorm schlafen Zeit, all diese wichtigen Fragen zu beantworten.

Mein höchstes Gebot: immer locker-flockig, alles easy, alles kann nichts muss!

Es gibt Freunde, die sind anderer Meinung. Eine Freundin schreibt zum Beispiel immer recht schnell, dass sie eine Beziehung sucht. Ich habe schon mehrmals versucht, ihr das auszureden. Klar, es ist die Wahrheit und ehrlich und sie will ja keine Spielchen mehr undsoweiterundsofort. Aber hä? Wir haben doch schon mit 14 gelernt, dass Männer Jäger und Sammler sind. Und Nein, es hat nicht jeder Mann Beziehungsangst. Und diese Männer wollen wir auch gar nicht, ja richtig. Aaaaaber…muss man gleich von Beziehung reden, personenunabhängig hin oder her, wenn man sich noch nicht einmal live gesehen hat ?! Ich sage Nein! Und empfehle daher allen Online-Datern erstmal ganz locker, unverbindlich folgende Antwort auf die Frage „Was suchst du hier“ zu geben: „Ich bin Single und dachte als Single treibt man sich heutzutage hier rum ;)“. Oder „Sag du mir, was man hier finden kann “ (Ok, kann auch nach hinten losgehen).

Ich selbst habe den „bin neu in der Stadt“-Bonus (aus-)genutzt. Weckt vielleicht den Beschützerinstinkt, liefert Ansatzpunkte für ein Date („magst mir die Stadt zeigen?“ *naiv *süß) und die App-Anmeldung wirkt plausibler und damit weniger verzweifelter (kein Mann mag verzweifelte Frauen!).

Nunja, nicht jeder kann den „bin neu in der Stadt“-Bonus spielen. Aber bitte, wirkt nicht verzweifelt und als würdet ihr morgen heiraten wollen! Natürlich seid ihr bei diesen Online-Portalen und -Apps angemeldet, um Mann/Frau kennenzulernen. Das ahnt dein Gegenüber bereits! Und ja, ihr habt schon ganz böse Erfahrungen gemacht, wurdet verletzt und es wurden Spielchen mit euch gespielt. Aber ganz ehrlich, hättet ihr damals zu dieser Person vorab gesagt „ich suche nur eine feste Beziehung, keine Verletzung und Spielchen“ – wäre es anders verlaufen und ausgegangen?

Sodenn, ich schrieb mit ca. 6 Männern regelmäßig. Der eine sah sehr gut aus, voll mein Typ, aber etwas jünger als ich (bitte Nein, nicht schon wieder!). Ein anderer wurde schnell zu meinem Favoriten, bis sein Profil irgendwann einfach weg war (ob seine Freundin es entdeckt hatte ?!). Ein weiterer der Herren schrieb auch sehr nett, doch dann, im Eifer des Gefechts – ein Foto. Auf dem Pferd. Mit Helm. Und gespreitzten Beinen. Als hätte man ihn gegen seinen Willen auf das Pferd gesetzt. Er wirkte sehr ängstlich. Er tat mir leid und ich habe ihm nie mehr geantwortet.

Dann war da noch ein Schönling. Schönlinge waren nie meins. Ich meine damit Männer die wissen, dass sie schön sind, sehr geleckt sind und großen Wert darauf legen, schön zu bleiben. Aber der Love-Radar zeigte mir an, dass dieser Schönling gleich ums Eck wohnt. Also war schnell ein Feierabend-Spaziergang ausgemacht. Doch dann kam kurz vorher seine Absage: „sitze noch im Büro, wird länger, schaffe das heute leider nicht mehr“. Ok, wir haben alle schon einmal länger gearbeitet als gewollt/geplant usw. Er meldete sich danach aber NIE wieder. Ggf. sitzt er also noch heute im Büro, der Arme!

Natürlich gab es auch die weniger charmanten Nachrichten. Na ihr wisst schon, die anzüglichen und etwas zu unverbindlichen Singles. Bei Tinder hatte ich das mehr als bei Lovoo. So war meine Zeit bei Tinder auch nur sehr kurz. Bei Lovoo konnte ich solche ungebetenen Profil-Besucher recht schnell eliminieren. Schwarze Schaafe hast du halt überall. Und manche suchen auch genau das. Als BWLerin weiß ich ja, dass die Nachfrage auch immer das Angebot bestimmt. Sodenn, leben und leben lassen. Hauptsache man muss sich nicht ewig damit rumstreiten und das muss man dort zum Glück nicht. Blockiert und fertig. Und weiter kann sich das Love-Rolette für einen drehen. Und so war es auch bei mir. Eines Abends schrieb ich dann mit Tobias, meinem heutigen Freund und meine große Liebe.

Welche Erfahrung habt ihr mit Tinder, Lovoo und Co. gemacht? Ich freue mich über Eure Geschichten!

Eure 30leben

Allgemein · Job · Liebe · Single

Never fuck the Company.

Damals – da war ja sowieso alles einfacher. Auf der Party vom Sitznachbarn hat man Alex kennengelernt. Auf dem Geburtstag von Jule stand plötzlich Phillip neben einem an der Theke. In der WG von Marie war auch Markus oft zu Bzesuch, sodass man irgendwann einfach zusammen heim ging.

Heute sitzen wir nicht selten stundenlang auf der Arbeit. Das mit der Party muss man sich dreimal überlegen: zu müde, zu teuer, zu ungesund, keiner Zeit.

Also soll man sich doch nochmal besser im Büro umschauen? Wenn ihr mich fragt, nein! Never fuck the company und so. Meine Kollegin (Single!) revidierte: „ach quatsch, warum denn nicht ?! Einziges Gebot: never fuck the same Kostenstelle“.

Hmm, ein gutes Argument. Wenn man in einer großen Firma arbeitet und die einzige berufliche Überschneidung im Kantinenbesuch liegt -warum nicht….stimmt! Ansonsten bleibe ich weiterhin bei „NEIN!“.

Für diese Meinung musste ich nicht erst 30 werden. Ich war 17 und unheimlich in meinen Supermarkt-Kollegen verliebt. Monatelang schmachtete ich ihn aus der Ferne an. Z.B während er die Tiefkühlpizzen einräumte und ich das Würstchenregal pflegte (ja pflegte, Warenpflege nennt man das!). Irgendwann wurden die Gespräche länger und fanden nicht nur zwischen den Regalen sondern auch bei mir Zuhause statt. Obwohl ja, es wurde mehr gegnutscht als gequatscht. Später dann diese alles sagenden Blicke der Kollegen, wenn man gemeinsam zur Arbeit fuhr.

Wenig später war es aber auch schon vorbei. Die Blicke waren dann weitaus schlimmer. Obwohl, mitlerweile glaube ich diese mitleidigen Blicke waren nur Einbildung. Er hatte mich verletzt, wie eine heiße Kartoffel fallen lassen – ich hatte unheimlichen Liebeskummer. Meinen ersten, richtig tiefen zerreissenden Liebeskummer. Der Gang zur Arbeit (wieder alleine!) die Qual. Die Arbeitsplan-Eintragung ein Spießrutenlauf (kommt er da auch arbeiten? Bitte nicht!). Die Pflege des Backsortiments die Hölle (hier hat er mich zum ersten Mal um ein Date gefragt). Kurz im Lager neue Ware holen war auch nicht mehr das was es mal war (hier haben wir doch immer heimlich geknutscht!). 4 Wochen tat ich mir das an. Dann kündigte ich meinen heiß geliebten 4€-Nebenjob. Und war Dauerpleite. Danke du Arsch!

Seitdem ist das Thema Kollegen Tabu für mich. Zum Glück wurde ich seitdem auch nie mehr gewzungen, diese Ansicht zu revidieren. Vielleicht hat es mich aber auch so geprägt, dass ich es nie mehr zugelassen hatte.

Männer lernt man heute ja auch zum Glück anders kennen. Ok, „Glück“ ist hier etwas ironisch gemeint. Aber ja, ich wählte den modernen Weg. Und bin froh, im Büro zu arbeiten und daheim meinen Freund zu begrüßen.  Wenn er von seiner Arbeit kommt, die so ganz anders als die meine ist.

Habt ihr schon ähnliche Erfahrung gemacht? Oder bessere? Lasst es mich wissen, ich bin gespannt!

Eure 30leben!

Allgemein · Liebe · Vergangenheit

Passen 30 Jahre in eine Kiste?

Mein Freund und ich haben einen drei Quadratmeter Keller, der bereits nach Einzug zu platzen drohte. Nach seinem Empfinden lagere ich dort viel zu viele Dinge, die ich doch nieeee mehr brauchen würde.

Ok. Challenge accepted. Eines ruhigen Sonntages machte ich es mir zur Aufgabe, die Kisten, die ich so liebevoll mit „Memories“ beschriftet hatte, auszumisten.

So stand ich vor vier Kisten, deren Inhalt mich an die verschiedensten Erlebnisse meines 30 Jahre langen Lebens erinnerte. Mein Abikleid (hach ja!), der Liebesbrief von Marc in der 6., das Bioheft aus der 10., das dritte Freundschaftsbuch aus der Grundschule. Oder das Geschirr von Oma, die Osterfiguren meiner Tante, meine erste Spielkonsole.

Nein! Davon kann ich doch nichts wegwerfen.

Oder doch?

Das magische an diesen Erinnerungskisten ist doch, dass sie Erinnerungen stärker hervorrufen, als wenn man sich einfach hinsetzen würde und über die Vergangenheit nachdenkt. Ja, mit den gesammelten „Beweisen“ der Vergangenheit kommen Erinnerungen blitzartig zurück.

Aber mein Freund hat auch Recht wenn er sagt, ich kann nicht alles aufbewahren (was ich aber auch nicht mache, dann wären es längst nicht nur 3 Kisten!). Aber ja, ich denke es ist wichtig, dass wir uns auch von Dingen trennen können. Besonders schwer ist das, wenn es sich um Gegenstände von Verstorbenen handelt. Aber ja, auch von diesen kann man nicht den ganzen Hausstand aufbewahren. Das funktioniert einfach nicht und wäre auch nicht gut. Das müssen ja leider oft auch die Protagonisten von „Trödeltrupp“ erfahren. Und wie bei Trödeltrupp sehe ich mich mit mir selbst diskutieren. „Ja aber das war doch…und erinnert mich so sehr…und damals hab ich doch damit…“

Es ist schwer, keine Frage. Aber am Ende des Tages sind es eben doch nur materielle Dinge. Die Erinnerung ist ja trotzdem da und nicht selten helfen auch wenige Dinge bei der erwünschten Blitz-Erinnerung.

Zudem habe ich für mich eine weitere Lösung gefunden: Flohmarkt. Meistens bekommt man für die Sachen, die für einen selbst nicht selten unbezahlbaren Wert haben, nur 1,2€. Aber, es macht es leichter. Das Objekt landet nicht im Müll, sondern lebt irgendwie weiter (Wehe der Käufer behandelt es nicht gut!). Das erwirtschaftete Geld kann man zudem in die Zukunft investieren – z.B. zum Essen gehen, zum Weiterleben braucht der Mensch ja Nahrung. Oha! Nein, ernsthaft – es macht es einfacher, glaubt mir.

Also schaut euch eure Kisten an. Ihr braucht nicht alles, um euch zu erinnern. Behaltet wenig, dass ihr aber gut erreichen könnt, um euch ab und an in die Blitz-Erinnerung zu versetzen. Viel Spaß beim Ausmisten und Erinnern!

Eure 30leben.